Implantat-Akupunktur - Handout
- Artikel-Nr.: SW10393
Implantat-Akupunktur in der Traditionellen Chinesischen Medizin
Die Implantat-Akupunktur ist eine moderne Erweiterung der klassischen Akupunktur, bei der resorbierbare chirurgische Fäden (z. B. Polydioxanon, PDO) in Akupunkturpunkte eingebracht werden. Ziel hierbei ist eine langanhaltende Stimulation der Punkte.
Franz Thews meint hierzu
- „Der Faden bleibt, die Wirkung auch“
Die Implantat-Akupunktur ist ein Beispiel dafür, wie moderne medizinische Materialien (z. B. chirurgische Fäden) mit klassischer Akupunkturlehre verschmelzen. Der Grundgedanke ist nicht neu, die traditionelle langanhaltende Reizung eines Punktes findet sich bereits in der Feuernadel und Langzeitakupunktur. Doch die Umsetzung mit resorbierbaren Fäden ist innovativ.
Diese Therapieform hat das Potenzial, bei chronischen Erkrankungen mit schwacher Qi-Dynamik, schlaffen Muskeln, aber auch wiederkehrenden Atemwegserkrankungen längerfristig zu helfen – vorausgesetzt, sie wird mit Bedacht eingesetzt.
Chinesische Begriffe
Schon 1993 hat Franz Thews diese Technik der „Implantat-Akupunktur“ in Chengdu an der Universität für Traditionelle Chinesische Medizin kennengelernt.
Die zugehörigen Begriffe variieren regional. In TCM-Kliniken, hier Chengdu und Lu Zhou wurde von Mai Xian, der „vergrabene Faden“ gesprochen.
Implantat-Nadel Chinesische Definition
- Zhong Zhi Zhen 种 植 针, bedeutet wörtlich „gepflanzte Nadel“.
- Mai Xian Liao Fa 埋 线 疗 法 „eingefädelte Therapie“. Wörtlich bedeutet dies „Therapie mit eingegrabener Linie/Faden“.
- Xian Diao Zhen Jiu 线 雕 针 灸 für Faden-Akupunktur“, bei kosmetischer Anwendung.
Autor: Franz Thews
Skriptform
Seitenanzahl: 16
Format: DINA 5